Pressebericht:
 
 
 
 
 
 


Auszug aus dem Pressebericht der Deggendorfer Zeitung vom 07.11.2006:

Gemeinde Offenberg bekommt Preis
für vorbildliche Denkmalsanierung

Gemeinschaftspreis für Sanierung denkmalgeschützter Bauwerke,
einen neuen Ortskern und belebtes Vereinsleben

Offenberg (mes). Die Einwohnerzahl in den bayerischen Dörfern sinkt stetig. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten den Wettbewerb „Dorf vital“ ins Leben gerufen. Auch die Gemeinde Offenberg reichte Konzepte ein – und gewann einen Preis für vorbildliche Denkmalsanierung.

„Die demographische Entwicklung im ländlichen Raum spricht eine eindeutige Sprache“, so Ministerialrat Leonhard Rill, Leiter des Referats für Dorferneuerung und Landespflege. Zum Glück sei Niederbayern weniger von der Landflucht betroffen, aber dennoch gelte es, Impulse zu setzen, die das Dorfleben wieder attraktiver gestalten.  

     

Offenberg, Wolfstein und Hubing erhielten zusammen eine von Bayernweit zwölf Auszeichnungen sowie 3.000 Euro Preisgeld. Insgesamt haben 34 Dörfer ihre Konzepte eingereicht.

„Offenberg, Wolfstein und Hubing überzeugten die Jury in der Teilkategorie ‚Dörfer mit herausragenden Teilleistungen zur Vitalitätsverbesserung’“, so Rill. Vier unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurden zum Teil von der Gemeinde, zum Teil von Privatleuten renoviert und einer neuen Nutzung zugeführt.

„Durch diese Maßnahmen hat Wolfstein endlich eine Ortsmitte bekommen“, so Bürgermeister Nikolaus Walther. Der so genannte „Troadkasten“, eine alte Getreidelagerstätte, und der angrenzende Stadl in Hubing wurden fachgerecht renoviert, eine neue Eisstockbahn ergänzt das kleine kulturelle  Zentrum im neu entstandenen Ortskern. „Der Stadl wurde komplett zerlegt und wieder neu aufgebaut, wird nun für Hochzeitsgesellschaften, Theaterveranstaltungen und dergleichen genutzt“, so Walther.

Die Offenberger haben mit ihrer Schlosstaverne gepunktet: Das alte Dorfwirtshaus wurde vor Jahren saniert und wieder eröffnet. Auch das Schloss samt Nebengebäuden glänzt wieder in neuer Pracht. „Das Schloss befindet sich zwar in Privatbesitz, kann aber für kulturelle Zwecke und Trauungen genutzt werden“, so Rill.

Walther ergänzt: „Unterhalb der neuen Wolfsteiner Dorfmitte entsteht ein kleines Neubaugebiet, das speziell für junge Familien angedacht ist.“ Durch die wieder belebten Gebäude haben nun auch die örtlichen Vereine wieder eine Bleibe gefunden Diese Maßnahmen sollen bewirken, dass das Dorfleben für junge Menschen wieder an Attraktivität gewinnt. Schließlich haben die drei Ortschaften in den vergangenen 30 Jahren nahezu 10 Prozent ihrer Bürger verloren. Nun hofft Bürgermeister Walther wieder auf Zuwachs.

„Die Gemeinden zeigen beispielhaft, wie eine positive Innenentwicklung die Vitalität des Dorfes steigert. Dies trägt insgesamt zur Attraktivität und Zukunftssicherung des ganzen ländlichen Raumes bei“, heißt es in einem Gratulationsschreiben von Landwirtschaftsminister Josef Miller. Die Beispiele der zwölf ausgezeichneten Dörfer, unter denen ein Gesamtpreisgeld von 50 000 Euro verteilt wurde, würden zeigen, dass technische wirtschaftliche, soziale und kulturelle Innovation im ländlichen Raum genauso daheim ist wie in den Ballungsgebieten.