Pressebericht:
 
 
 
 
 
 


Deggendorfer Zeitung vom 24.07.2002:
Offenberg schickt Feuerwehrauto nach Bosnien
(Delegation aus Zenica zu Besuch auf Schloss Offenberg)

Über die Lage nach dem Bürgerkrieg informiert Offenberg.

Ein Feuerwehrauto für die bosnische Stadt Zenica: Beim Besuch in Offenberg überraschte Bürgermeister Niko Walther die Gäste mit einem großzügigen Geschenk. Eine kleine Delegation aus der bosnischen Stadt erreichte vergangene Woche Deggendorf, um sich in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens zu informieren. Die Bosnienhilfe lud zu einem kleinen Empfang auf Schloss Offenberg ein, zu dem Vertreter der Bundeswehr und des Malteserhilfsdienstes kamen. Der Krieg in Bosnien ist schon seit zehn Jahren beendet, trotzdem herrscht dort unbeschreibliches Elend. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Die Menschen sind resigniert und mutlos. Sie sind dringend darauf angewiesen, dass aus dem Ausland eine Anschubhilfe kommt. Dr. Hans-Rainer Buchmüller, Schlossherr auf Offenberg und selber Mitglied der Bosnienhilfe, appelierte an die Gekommenen, dass eine Hilfe kein Gnadenakt, sondern ein Akt tätiger Hilfe am Nächsten darstellen müsse. Es sei kaum mehr als ein halbes Jahrhundert her, da war Deutschland in einer vergleichbaren Lage und erst aufgrund der gründlichen Intervention eines gewissen George C. Marshall konnte ein Wiederaufbau stattfinden. Dies nahm Bürgermeister Nikolaus Walther zum Anlass, spontan ein Feuerwehrauto für die Bosnienhilfe zu spenden. Die FFW Offenberg hatte erst kürzlich ein neues Feuerwehrauto erhalten und das alte ist technisch in noch gutem Zustand.